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Ernährung und Konsum sind zwei Bildungsbereiche, die angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung immer wichtiger werden. Dennoch: Fachcurricula und Schulbücher greifen nur Teilbereiche der Ernährungs- und Verbraucherbildung auf. In der Schulpraxis unterliegt es in weiten Teilen dem Engagement der Schule oder einzelner Lehrer, ob und wie diese Inhalte ausgestattet werden.
Das in interdisziplinärer Zusammenarbeit entwickelte Forschungsprojekt REVIS* will auf unterschiedlichen Ebenen Hilfestellungen anbieten. Ein in diesem Rahmen entwickeltes Curriculum soll neue Impulse für die Umsetzung im Schulalltag geben. Der erarbeitete Referenzrahmen ist unabhängig von den Schul- und Fächerstrukturen der Länder und damit übergreifend einsetzbar.
Die neun Bildungsziele des Curriculums bilden den Zugang zur Ernährungs- und Verbraucherbildung. Sie differenzieren und strukturieren die Komplexität dieses Bildungsbereichs. Den Bildungszielen sind jeweils vier Kompetenzen zugeordnet, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen, z. B „Techniken der Nahrungszubereitung kennen, verstehen, reflektieren und anwenden können“ oder „Körpersignale wie Durst, Hunger, Appetit, Sättigung wahrnehmen können“.
Hieraus sind dann die konkreten, aber fächerübergreifenden Lehrinhalte abgeleitet, denen beispielhaft Themen zugeordnet sind (Fairer Handel, Kinderarbeit, Essgewohnheiten, Nahrungskette, Gentechnologie etc.). Sie repräsentieren die Vielfalt der thematischen Zugänge zur Entwicklung der aufgeführten Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern.
Ernährungs- und Verbraucherbildung stellt somit nicht die Anforderung, als neu entwickeltes Fach zusätzlich in die Stundentafel aufgenommen zu werden. Sie ist vielmehr in eine Reihe traditioneller Unterrichtsfächer integriert. Die Ausnahme ist das Fach Hauswirtschaft, in dem sowohl ernährungsbezogene als auch verbraucherbezogene Inhalte kontinuierlich und vernetzbar implementiert sind. Wenn es gelingt, die Anforderungen an das Fach entsprechend zu verändern, d. h. Inhalte und Methoden neu zu justieren und sich evtl. auf eine neue Fachbezeichnung zu einigen, bietet es deshalb die größten Potenziale.
Der aid-Ernährungsführerschein ist für die dritte Jahrgangsstufe der Grundschule ein erster gezielter Schritt, die praktische Ernährungsbildung systematisch in die Primarstufe zu integrieren. Mit einem Zeitkontingent von nur sechs bis sieben Doppelstunden verbindet er theoretische Anteile im „Ernährungslernen“ mit praktischen Übungen im Umgang mit Lebensmitteln.
Die aid-Küchengeheimnisse bieten Schülern der Klassen 1 bis 6 einen ersten Einstieg in die Welt des Experimentierens mit Nahrungsmitteln. Dieser Ansatz geht über die Verarbeitung von Lebensmitteln nach Rezeptvorschrift hinaus. Und regt das Denken über Zusammenhänge und Prinzipien der Nahrungszubereitung an.
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Didaktisches Pflanzenlabyrinth des BfRBis zum 3. Oktober lädt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in ein Labyrinth in Form einer übergroßen Currywurst ein. Auf Wegen und Irrwegen durch einen Dschungel aus Kulturpflanzen und Blumen gibt es viel Wissenswertes zu entdecken. Es geht um Herstellung, Inhaltsstoffe, Zubereitung und gesundheitlichen Wert des beliebten Gerichts Currywurst. Schulklassen sind herzlich willkommen.
Foto: BfR
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BZgA-Onlineangebot für Fachkräfte in Kitas
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13. aid-Forum wird wegen großer Nachfrage wiederholt